Dr. Josef KALLBRUNNER

Archivar

geb.: 23. 11. 1883, Langenlois, Niederösterreich
gest.: 29. 03. 1951, Wien

Der Sohn des Apothekers Hermann Kallbrunner, Josef absolvierte das Gymnasium in Krems und studierte anschließend an der Wiener Universität. Nach seiner Promotion zum Doktor der Philosophie (1906) und der Absolvierung des Kurses am Institut für österreichische Geschichtsforschung, trat er in den staatlichen Archivdienst ein. Er begann im Staatsarchiv des Inneren und der Justiz und wirkte hier nur unterbrochen durch seinen Kriegseinsatz im Landsturm (1916 bis 1918) bis zu seinem Wechsel ins Hofkammerarchiv im Jahr 1926. 1918 wurde er zum Archivar und 1926 Oberarchivar im Hofkammerarchiv ernannt. 1930 avancierte er zum Direktor des Hofkammerarchivs.

Der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Forschung lag auf dem Gebiet der Wirtschafts - und Sozialgeschichte Wiens. Zu den Publikationen zählten „Die Wiener Polizei im Zeitalter Maria Theresias“ und „Das Wiener Hofquartierwesens und die Maßnahmen gegen die Quartiersnot im 17. und 18. Jahrhundert“. Josef Kallbrunner war auch Schriftleiter der Mitteilungen und des Jahrbuches des Vereins zur Geschichte der Stadt Wien und Herausgeber der Veröffentlichungen des Wiener Hofkammerarchivs.

Lit.:
Czeike Felix: Historisches Lexikon Wien, Bd. 3, Wien 1994, S. 435.
Emödi Paul: Wer ist wer, Lexikon österreichischer Zeitgenossen, Wien 1937, S. 175.
Planer Franz: Das Jahrbuch der Wiener Gesellschaft 1929, Wien 1929, S. 298.

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