Emil Maria STEININGER

Schriftsteller

geb.:     17.05.1861
gest.:    1912, Wien

Emil Steininger studierte an der Wiener Universität Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte und besuchte bei Bruno Bucher ein Privatissimum über „Geschichte Technik des Kunstgewerbes“.

Ähnlich wie er sein Studium sehr breit und vielseitig angelegt hatte, betätigte er sich nach dem Ende seiner Ausbildung in den verschiedensten  Metiers. So widmete er sich einerseits der Erforschung des Schaffens des Dramatikers Friedrich Hebbel und hielt auch zahlreiche Vorträge über ihn, andererseits verfasste er Beiträge zur Geschichte des Wiener Kunstgewerbes und arbeitete als Sekretär des Wiener Kunstgewerbevereins sowie als Theater – Kulturreferent für die Berliner „Tägliche Rundschau“.

In der Hauptsache bestätigte er sich als Schriftsteller und schrieb Novellen (Schatten der Vergangenheit), Romane (Der Weiberfeind) und Dramen (Man muss sich nur zu helfen wissen) und Schwänke (Die Unzertrennlichen). Für die Enthüllung des Denkmals für Erzherzog Albrecht verfasste er eine Hymne.

Kosel Hermann C1.: Deutsch – Österreichischer Künstler – und Schriftsteller Lexikon, Bd. 1, Wien 1902, S. 477f.


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